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Quellen
Glossar
Im folgenden werden eine ganze Reihe wichtiger Fachbegriffe aus der Kryptologie
jeweils kurz erklärt. Für eine ausführliche Beschreibung, z. B. zur Funktionsweise
der verschiedenen Algorithmen, sollte man allerdings in der entsprechenden Fachliteratur nachschlagen.
Der Algorithmus Rijndael
wurde im Jahr 2000 zum Advanced Encryption Standard erhoben, der
die Nachfolge des bisher genutzten Data Encryption Standard Algorithmus
(DES) antreten soll, da dieser Algorithmus mit Schlüsselgrößen
von 56 (Single-DES), 112 und 168 Bits (Triple-DES) leider nicht
mehr als sicher eingestuft werden kann. AES bietet daher Schlüsselgrößen
von 128, 192 und 256 Bit und damit einen erheblich größeren
Schlüsselraum als DES.
Alice ist ein in vielen Büchern
oder Veröffentlichungen über Kryptologie verwendeter Name
für die Person, die eine vertrauliche Informationen austauschen
möchte.
Bei asymmetrischen Verschlüsselungsverfahren
werden im Gegensatz zu symmetrischen Verschlüsselungsverfahren,
bei denen ein und derselbe Schlüssel sowohl zum Ver- als auch
zum Entschlüsseln verwendet wird, zwei verschiedene Schlüssel
benutzt. Da einer der beiden Schlüssel öffentlich sein
kann, werden solche Verfahren auch bei digitalen Signaturen verwendet.
Der sogenannte öffentliche Schlüssel (Public Key) wird
zum Verschlüsseln oder Verifizieren einer digitalen Signatur,
der private Schlüssel (Private Key) zum Entschlüsseln
oder digitalen Signieren eingesetzt. Beispiele für asymmetrische
Verschlüsselungsalgorithmen sind RSA,
ECC und Elgamal.
Symmetrische Verschlüsselungsverfahren,
bei denen der zu verschlüsselnde Text in Blöcke bestimmter
Länge (z. B. 64 Bit) eingeteilt und jeder Block einzeln verschlüsselt
wird, werden als Blockchiffre bezeichnet. Bekannte Beispiele für solche
Blockchiffren sind DES und AES.
Bei Blowfish handelt es sich um einen von Bruce Schneier im
Jahr 1993 entwickelten, nicht patentierten symmetrischen Verschlüsselungsalgorithmus
mit einer Blocklänge von 64 Bit und variablen Schlüssellängen von 32 bis 448
Bit, der insbesondere auf 32 Bit-Prozessoren besonders performant arbeitet.
Bob ist ein in vielen Büchern
oder Veröffentlichungen über Kryptologie verwendeter Name
für die Person, die die vertraulichen Informationen von
Alice erhalten soll.
Das Durchprobieren aller
möglichen Schlüssen für einen Verschlüsselungsalgorithmus
wird als Brute-Force Angriff bezeichnet. Ein Verschlüsselungsalgorithmus
kann dann als sicher bezeichnet werden, wenn der Brute-Force Angriff
der einzige mögliche Angriff ist, um den Schlüssel zu finden.
Beim Caesar-Chiffre handelt es sich um ein Verschlüsselungsverfahren,
das wahrscheinlich auch von dem römischen Staatsmann und Feldherr Gaius Julius Caesar
eingesetzt wurde. Hierbei werden alle Buchstaben durch denjenigen ersetzt,
der eine bestimmte Anzahl von Stellen später (z. B. 3) im Alphabet steht.
Da also jeder Buchstabe durch seinen Geheimbuchstaben ersetzt wird, ist der
Caesar-Chiffre ein Beispiel für einen Substitutionschiffre.
Der Cipher Block Chaining (CBC) Mode ist ein Verfahren für symmetrische
Blockchiffres, bei denen jeder Klartextblock vor der
Verschlüsselung mit dem zuvor verschlüsselten Block durch eine Exlusiv-Oder-Funktion (XOR)
verknüpft wird. Beim ersten Block wird hierfür ein sogenannter Initialisierungsvektor (IV)
verwendet. Der CBC-Mode ist deshalb sicherer als der einfache ECB-Mode,
weil hierbei regelmäßige Muster im Klartext, die z. B. durch immer wiederkehrende
Textphrasen entstehen, verschleiert werden.
Eine Certificate Authority (CA) ist eine anerkannte Organisation, die Zertifikate
ausstellt. Ein Zertifikat ist eine Art elektronischer Ausweis und dient dazu sich beispielsweise im Internet als vertrauenswürdiger Kommunikationspartner
auszuweisen. Wenn eine Person oder eine Organisation ein Zertifikat bei einer CA beantragt, muss sie ihre Identität gegenüber der
CA nachweisen. Die CA unterschreibt das ausgestellte Zertifikat mit ihrer digitalen Signatur. Auch eine
Certificate Authority besitzt ein Zertifikat, das sie allerdings selbst unterschrieben hat. Ein solches Zertifikat wird als
"self-signed Certificate" bezeichnet. Die selbst-signierten Zertifikate bekannter CAs, z. B. Versign
oder Thawte, sind als Wurzel-Zertifikate (Root-Certificates) bereits bei vielen Browsern vorinstalliert,
so dass verschlüsselten Seiten (siehe SSL), deren Zertifikate von einer bekannten CA signiert wurden,
ohne Nachfrage vertraut wird.
Charly
Charly ist ein in vielen Büchern
oder Veröffentlichungen über Kryptologie verwendeter Name
für die Person, die versucht, durch diverse Angriffe Informationen
über die Kommunikation zwischen Alice
und Bob zu bekommen.
Englischer Fachbegriff für den verschlüsselten Text
(deutsch: Geheimtext).
Chosen-Chiphertext-Attack
Bei einem solchen Angriff ist der Angreifer in der Lage, aus
einer Reihe frei wählbarer Geheimtexte die zugehörigen Klartexte zu
generieren. Diese Datenpaare sowie die Kenntnis des verwendeten Verschlüsselungsalgorithmus
lassen dann auch Rückschlüsse auf den verwendeten Schlüssel zu.
Code
In der Kryptographie werden unter Codes meist Verschlüsselungsverfahren
verstanden, bei denen ganze Wörter durch bestimmte andere Wörter ersetzt werden.
Das Chinese Remainder Theorem (CRT) ist ein Verfahren für die Anwendung
des RSA-Verschlüsselungsalgorithmus, bei dem statt des privaten
Exponenten und des Modulus die beiden Primzahlen p und q, zwei Primexponenten dp und dq und ein
sogenannter CRT-Koeffizient zur Berechnung einer Private-Key-Operation verwendet werden. Der Vorteil
dieser Methode ist zum einen die höhere Geschwindigkeit, mit der solche Operationen ausgeführt
werden können, zum anderen die Länge der verwendeten Komponenten, die nur die Hälfte der
eigentlichen Schlüssellänge beträgt.
Der Data Encryption Standard wurde im Jahre 1973 von der Firma IBM
(International Business Machines) in Zusammenarbeit mit der NSA (National Security Agency)
mit dem Ziel entwickelt, einen einheitlichen Standard für einen kryptografischen Algorithmus
zu schaffen. DES ist ein symmetrischer Verschlüsselungsalgorithmus, der trotz seiner
geringen Schlüssellänge von nur 56 Bit eine höhere Sicherheit bietet als der
Algorithmus Lucifer (128 Bit Schlüssellänge), auf dem er basiert. Beim heute immer
noch zur Anwendung kommenden Triple-DES wird der Klartext mit einem ersten Schlüssel
verschlüsselt, mit einem zweiten (vom ersten natürlich verschiedenen) Schlüssel
wieder entschlüsselt und mit einem dritten Schlüssel wieder verschlüsselt. So kann
die Schlüssellänge auf bis zu 168 Bit vergrößert werden. Sind der erste und
der dritte Schlüssel nicht identisch, so spricht man auch vom 3-Key Triple-DES mit einer
Schlüssellänge von 168 Bit, während beim normalen Triple-DES der erste und der
dritte Schlüssel identisch sind, so dass die Schlüssellänge nur 112 Bit beträgt.
Trotz dieser Verbesserungen gilt DES wegen seiner geringen Schlüssellänge nicht mehr
als sicher und soll in naher Zukunft vom AES abgelöst werden.
Der Diffie-Hellmann-Algorithmus kann für einen sicheren Austausch
von Schlüsseln für symmetrische Verschlüsselungsverfahren über ein
unsicheres Medium eingesetzt werden, da die hierbei von den Kommunikationspartnern ausgetauschten
Daten nicht ausreichen, um damit den eigentlichen Schlüssel zu berechnen. Dieses Verfahren
wurde 1976 veröffentlich, nachdem es von Martin Hellman gemeinsam mit Whitfield Diffie und
Ralph Merkle an der Universität von Stanford (Kalifornien) entwickelt worden war.
Es ist kein Verschlüsselungsalgorithmus im eigentlichen Sinne, beruht aber auf dem mathematischen
Problem der Berechnung diskreter Logarithmen, auf dem beispielsweise auch die asymmetrischen
Verschlüsselungsalgorithmen ECC und Elgamal
basieren.
Als Digest wird das Zwischenergebnis eines Hashalgorithmus bezeichnet, das auf den nächsten Datenblock
wartet. Die Abkürzung MD (z. B. in den Namen der Hashalgorithmen MD2, MD4
und MD5) steht deshalb auch für Message Digest.
Die Digitale Signatur oder digitale Unterschrift wird eingesetzt, um sicherzustellen,
dass ein Dokument wirklich vom angegebenen Sender stammt. Meistens wird hierfür der Hash
des zu signierenden Textes berechnet, der dann wiederum mit dem privaten Schlüssel des Senders
verschlüsselt wird. Der Empfänger kann dann ebenfalls denn Hash des Textes berechnen, die
empfangene Signatur mit dem öffentlichen Schlüssel des Senders entschlüsseln und mit dem
berechneten Hash vergleichen. Sind diese identisch, so kann der Empfänger sowohl sicher sein, dass der Text
vom angegebenen Sender stammt, denn nur dieser kennt den privaten Schlüssel, als auch, dass der Text nicht
verändert wurde, denn sonst hatte er einen anderen Hash errechnet.
Der Electronic Code Block (ECB) Mode ist ein Verfahren für symmetrische
Blockchiffren, bei welchen jeder Block einzeln und unabhängig
von den anderen Blöcken verschlüsselt wird. Dies birgt die Gefahr in sich, dass bestimmte Muster
aus dem Klartext auch im Geheimtext erkennbar werden (z. B. bestimmte Textphrasen), weil diese immer gleich
verschlüsselt werden. Diese Modus ist zwar in der Anwendung sehr einfach, allerdings auch relativ unsicher,
weshalb bei den meisten Blockchiffren der sogenannte CBC-Mode zur Anwendung
kommt.
Die Elliptic Curve Cryptography (ECC) ist ein asymmtrisches Verschlüsselungsverfahren,
das auf der Mathematik elliptischer Kurven und dem damit verbundenen Problem des diskreten Logarithmus beruht.
Vorteil von ECC gegenüber anderen asymmetrischen Verschlüsselungsalgorithmen ist eine hohe Sicherheit
bei vergleichsweise geringer Schlüssellänge. So bietet ein ECC-Schlüssel mit einer Länge von
nur 160 Bit in etwa die gleiche Sicherheit wie ein RSA-Schlüssel mit einer
Länge von 1024 Bit, weshalb dieses Verfahren gerne zur Anwendung kommt, wenn nur geringe Resourcen zur
Verfügung stehen, z. B. auf Smartcards.
Das Elgamal-Kryptosystem (auch al-Dschamal-Kryptosystem) ist die Bezeichnung für ein asymmetrisches
Verschlüsselungsverfahren, welches im Jahr 1985 von Taher Elgamal (Tahir al-Dschamal) entwickelt wurde. Es basiert
ähnlich wie der Diffie-Hellman-Schlüsseltausch oder der ECC-Algorithmus
auf dem mathematischen Problem zur Berechnung diskreter Logarithmen, unterliegt aber keinem Patent. Es kann sowohl zum
Erzeugen digitaler Signaturen als auch zum Ver- bzw. Entschlüsseln eingesetzt werden.
Enigma
Die Enigma war eine im Jahr 1923 von dem Deutschen Arthur Scherbius konstruierte elektro-mechanische
Chiffriermaschine, die durch ihren Einsatz zur Verschlüsselung des deutschen Funkverkehrs während des zweiten
Weltkrieges bekannt wurde. Das Wort "Enigma" kommt aus dem Griechischen und bedeutet Rätsel. Da diese
Maschine aber einige kryptographische Schwächen hatte und die Alliierten mit Hilfe ihrer Geheimdienste auch
Kenntnisse über den Aufbau der verschiedenen Enigma-Maschinen hatten, konnten sie die meisten Teile des deutschen
Funkverkehrs trotz einiger Verbesserungen durch deutsche Kryptologen gegen Ende des zweiten Weltkrieges entschlüsseln.
Als Faktorisierungsproblem wird in der Mathematik die Tatsache bezeichnet, dass es zwar relativ leicht ist,
zwei Primzahlen miteinander zu multiplizieren, die Zerlegung des Produktes in seine Primfaktoren ist jedoch mit erheblichem
Aufwand verbunden. Diese Tatsache machen sich beispielsweise die asymmetrischen
Verschlüsselungsalgorithmen RSA und das Rabin-Kryptosystem zu nutze. Haben beide
Primzahlen etwa die gleiche Größenordnung (also etwa √n), so
müssen bei der sogenannten Probierdivision alle Zahlen (eigentlich nur alle Primzahlen) bis √n
durchprobiert werden. Auch wenn es inzwischen effektivere Faktorisierungsverfahren gibt, würden diese Jahrhunderte benötigen,
um die in der Kryptologie verwendeten großen Zahlen in ihre Primfaktoren zu zerlegen.
Geheimtext (engl.: Ciphertext) ist der deutsche Fachausdruck für
die zu übertragene Information, nachdem sie verschlüsselt wurde.
Als Hash wird eine kryptografische Prüfsumme bezeichnet, die über eine lange Nachricht, die verschlüsselt
oder auch unverschlüsselt übermittelt wird, berechnet wird, um sicherzustellen, dass die Nachricht
während der Übertragung nicht verändert wurde. Solche Hashalgorithmen müssen
sicherstellen, dass jede Veränderung am Text auch eine Veränderung der Prüfsumme bewirkt
und es sehr schwierig ist, Kollisionen zu finden, also (sinnvolle) Texte, die die gleiche Prüfsumme
erzeugen. Bekannte Hashalgorithmen sind MD2, MD5
oder SHA-1, von denen aber insbesondere die beiden zuerst genannten nicht mehr
als sicher gelten und auch der SHA-1, der wahrscheinlich immer noch meist genutzte Algorithmus, soll bald durch
die sichereren Algorithmen SHA-256, SHA-384 und SHA-512 abgelöst werden. Ein weiterer, nicht patentgeschützter
Hashalgorithmus ist RIPEMD-160.
Der Initialisierungsvektor (IV, englisch: Initial Vector)) ist der Wert, mit dem bei symmetrischen Verschlüsselungsalgorithmen
im CBC-Modus der erste Datenblock ver-X-odert wird, bevor er verschlüsselt werden kann.
JSSE
Die Java Secure Socket Extension (JSSE) ist ein API für die Verwendung
des Secure Socket Layer (SSL) Protokols aus Java Programmen heraus.
Während es in den ersten Java Versionen (bis V1.3) nur als zusätzliche Erweiterung des Java-APIs
zur Verfügung stand, ist JSSE seit Version 1.4 fester Bestandteil des Standard Java-APIs. Sun stellt
zwar eine Referenzimplementierung der Protokolle (SSL V3 und TLS) und
verschiedener Verschlüsselungsalgorithmen zur Verfügung, die aber auch durch Implementierungen
anderer Anbieter ausgetauscht werden können.
Klartext ist der deutsche Fachbegriff für die Information, die über ein unsicheres Medium
übertragen werden soll, bevor sie verschlüsselt wird (engl.: Plaintext).
Known-Chiphertext-Attack
Wenn nur der Geheimtext bzw. große Teile davon sowie der verwendete Verschlüsselungsalgorithmus
bekannt sind, kann man versuchen, Regelmäßigkeiten zu finden, die z. B. durch immer wiederkehrende Wörter oder Phrasen im Klartext
entstanden sind, und mit diesen Kenntnissen den verwendeten Schlüssel zu finden.
Known-Plaintext-Attack
Wenn der Angreifer sowohl den Geheimtext als auch ein passendes Stück Klartext kennt,
kann er diese Kenntnisse nutzen, um bei bekanntem Verschlüsselungsalgorithmus auf den verwendeten Schlüssel zu schließen. Eine solche Situation ist gar nicht einmal
so unwahrscheinlich, da ein Angreifer meistens zumindest grob weiß, worum es in dem Text geht, also Schlüsselworte kennt, und auch die Eröffnungs- oder Schlussfloskeln
erraten kann.
Der Message Digest 2 (MD2) ist ein für 8-Bit Rechner optimierter Hash-Algorithmus, der im Jahr 1988/89 von Ronald L. Rivest
entwickelt wurde. Der Text muss vorher auf ein Vielfaches der Blocklänge von 16 Byte (128 Bit) ergänzt werden, was normalerweise durch das Anfügen so genannter
Paddingbytes geschieht. Der Hash hat ebenfalls eine Länge von 16 Bytes (128 Bits). MD2 gilt inzwischen als veraltet und unsicher, da Methoden entdeckt wurden, um effektiv
Kollisionen zu finden.
Der Message Digest 4 (MD4) ist ein Hash-Algorithmus, der im Jahr 1990 von Ron Rivest mit dem Ziel entwickelt wurde, auf 32-Bit-Rechnern besonders schnell und gleichzeitg auch einfach implementierbar
zu sein. Doch schon früh wurden in diesem Algorithmus Schwächen entdeckt, z. B. von Professor Hans Dobbertin, und selbst das "Cryptobytes Journal" der Firma RSA
veröffentliche eine Methode, mit der sich innerhalb von nur einer Stunde zwei bis auf ein Zeichen identische Nachrichten finden lassen, die den gleichen Hashwert erzeugen. Auch
RSA rät von der Benutzung des MD4 ab und Rivest selbst bestätigt die Unsicherheit in "The MD5 Message Digest Algorithm". Daher wurde
MD4 schließlich als Public Domain lizensiert und bildete die Grundlage für viele weitere Hashfunktionen.
Der Message Digest 5 (MD5) ist ein Hash-Algorithmus, der im Jahr 1991 als sicherer Ersatz für die zuvor veröffentlichen Hashfunktionen MD2 und
MD4 von Ronald L. Rivest entwickelt wurde. Er erzeugt ebenfalls einen Hash mit einer Länge von 16 Bytes (128 Bits). Doch schon im Jahr 1996 fand Professor
Hans Dobbertin eine Kollision in der Kompressionsfunktions des MD5, was zwar noch kein Angriff auf die vollständige MD5-Funktion war, doch im Jahr 2004 fanden chinesische Forscher
Kollisionen für den vollständigen Algorithmus. MD5 gilt daher als nicht mehr sicher und es wird empfohlen, statt dessen eher die als sicher geltenden Algorithmen
SHA-1 oder RIPEMD-160 zu verwenden.
Das National Institute of Standards and Technology (NIST) ist eine Behörde des Wirtschaftsministeriums der USA mit Sitz in Gaithersburg und Boulder. Sie bestimmt
auch Standards auf dem Gebiet der Verschlüsselungsalgorithmen. Sowohl der Data Encryption Standard (DES) als auch der
Advanced Encryption Standard (AES) wurden vom NIST festgelegt.
Das One-Time-Pad ist ein Stromchiffre, bei dem für jede neue Verschlüsselung
ein neuer Schlüssel gewählt wird, der völlig zufällig ist, keine statistisch auswertbare Daten enthält und genauso lang wie
der zu verschlüsselnde Text ist. Er bietet keine Angriffsmöglichkeiten für Formen der Kryptoanalyse. Das One-Time-Pad ist somit
mathematisch nachweisbar sicher, da jeder Schlüssel immer nur ein einziges Mal verwendet wird. Ein Brute-Force Angriff
mit allen möglichen Schlüsseln würde zwar auch den richtigen Klartext liefern, aber auch alle anderen
Nachrichten gleicher Länge. Größte Nachteile des One-Time-Pads sind jedoch die große Schlüssellänge und das damit verbundene
Problem der sicheren Übertragung dieses Schlüssels, sowie die einmalige Verwendung des gleichen Schlüssels. Es wird daher meist nur bei der
Übertragung besonders vertraulicher Informationen und straff organisierter Schlüsselverteilungsmechanismen (z. B. "Heißer Draht")
eingesetzt.
OpenSSL ist eine Open-Source-Implementierung des SSL-Protokolls. Neben dem eigentlichen Protokoll steht unter www.openssl.org
auch ein Funktionsbibliothek zur Verfügung, die die für das SSL-Protokoll notwendigen Verschlüsselungsalgorithmen (z. B. DES, RC4)
implementiert.OpenSSL steht sowohl als Source-Code als auch als Funktionsbibliothek für unterschiedliche Platformen (z. B. Linux, Win32 usw.) zur Verfügung. Außerdem enthält OpenSSL auch
ein Tool zum Generieren von Zerifikaten, womit sich auch eine private Certificate Authority implementieren lässt.
Pretty Good Privacy (PGP) ist ein Programm zum sicheren Versand von eMails. Eine vom Sender gewählte Zufallszahl wird bei diesem Verfahren als Schlüssel für ein
symmetrisches Verschlüsselungsverfahren, z. B. DES oder Triple-DES, verwendet. Zur Übermittlung dieses Schlüssels
an den Empfänger der Nachricht kommt dann ein asymmetrischen Verschlüsselungsverfahren wie Elgamal oder RSA
zum Einsatz. Der öffentliche Schlüssel des Empfängers wird verwendet, um den zufällig gewählten Schlüssel der symmetrischen Verschlüsselung zu verschlüsseln. Zur
Authentisierung des Senders berechnet dieser vor der Verschlüsselung mit Hilfe des SHA-1-Algorithmus einen Hash über seine
Nachricht und signiert diesen Hash mit seinem privaten Schlüssel. Zusätzlich kann auch noch nach der Berechnung des Hash-Wertes und vor der Verschlüsselung ein Komprimierungsverfahren
angewendet werden.
Plaintext ist der englische Fachbegriff für den unverschlüsselten Text
(deutsch: Klartext).
Eine der neuesten Forschungsgebiete der Krypografie ist die sogenannte Quantenkryptografie, mit der auch sogenannte passive Angriffe
erkannt werden können, d. h. also wenn die Nachricht abgehört wird. Sie beruht auf der Heisenbergschen Unschärferelation, die besagt,
dass jede Messung eine quantenmechanische Störung des Systems hevorruft. Zur Übertragung der Daten wird hierbei polarisiertes Licht verwendet.
Versucht nun jemand, die Nachricht abzuhören, so ist dies eine Messung, die eine Störung des Systems hervorruft, welche erkannt werden kann.
Ron′s Code oder Rivest Cipher 4 (RC4) ist eine Stromchiffre,
der im Jahr 1987 von Ronald L. Rivest für RSA Data Security Inc. (heute: RSA Security)
entwickelt wurde. Er hat eine variable Schlüssellänge von bis zu 2048 Bit und wurde für die
Implementierung in Software optimiert. Da der Algorithmus sehr schnell und kompakt ist, wird er gerne in
zeitkritischen Anwendungen eingesetzt, z. B. für Mobilfunk oder gesicherte Netzwerk- oder Internetverbindungen
(z. B. Wireless LAN, Secure Shell oder SSL).
RC5
Ron′s Code oder Rivest Cipher 5 (RC5) ist im Gegensatz zum RC4 keine
Strom-, sondern eine Blockchiffre mit sowohl
variabler Blocklänge von 32, 64 oder 128 Bit, als auch variabler Schlüssellänge von bis zu 2040 Bit. Er wurde
ebenfalls von Ronald L. Rivest entwickelt, zum ersten Mal im Dezember 1994 veröffentlicht und war auch als möglicher
Nachfolger des DES gedacht. (Für eine genaue Beschreibung der Funktionsweise dieses Algorithmus
siehe "Wie funktioniert der RC5-Algorithmus".)
Der Rijndael-Algorithmus, so benannt nach seinen Erfindern Joan Daemen und Vincent Rijmen,
wurde im Oktober 2000 vom National Institute of Standards and Technology
zum Advanced Encryption Standard (AES) erwählt. Es ist somit Nachfolger
des Data Encryption Standard (DES).
RIPEMD-160 ist ein von Hans Dobbertin, Anton Bosselaers und Bart Preneel in Europa entwickelter und 1996
veröffentlichter Hash-Algorithmus. Er erzeugt Hashwerte mit einer Länge von 160
Bits und ist eine verbesserte Version des RIPEMD, der auf den Prinzipien des MD4 basiert.
Die Abkürzung RIPEMD steht für RACE Integrity Primitives Evaluation Message Digest. Es existieren auch 256- und
320 Bit-Versionen dieses Algorithmus (RIPEMD-256 und RIPEMD320), die aber keine höhere Sicherheit bieten, sondern
lediglich die Wahrscheinlichkeit für Kollisionen verringern. RIPEMD-160 unterliegt keinerlei Patentrechte.
RSA ist ein nach seinen Erfindern Ronald L. Rivest, Adi Sharmir und Leonard Adleman
benanntes asymmetrisches Verschlüsselungsverfahren, auf das die Erfinder im Jahr
1977 bei der Suche zur Widerlegung des Diffie-Hellman-Schlüsseltausches stießen.
Es macht sich die Tatsache zu Nutze, dass die Multiplikation zweier großer Primzahlen zwar relativ einfach, die
Faktorisierung des Produktes aber relativ schwierig ist (Einwegfunktion, engl. One-Way-Function).
Die Schlüssellänge wird hierbei durch das Produkt der beiden verwendeten Primzahlen bestimmt, typische RSA-Schlüssel
haben eine Länge, die ein Vielfaches von 32 oder 64 Bit (für das CRT-Verfahren) ist.
Inzwischen gelten Schlüssel mit einer Länge von weniger als 1024 Bit als unsicher und werden daher kaum noch verwendet.
(Eine genauere Beschreibung der Mathematik, die hinter dem RSA-Algorithmus steht, siehe "Doppelt
verschlossen - asymmetrische Kryptosysteme".)
Serpent ist ein von Ross Anderson, Eli Biham und Lars Knudsen entwickelter symmetrischer Verschlüsselungsalgorithmus,
der ebenfalls ein Kandidat für den Advanced Encryption Standard war und bei dem Auswahlverfahren zusammen mit dem
Rijndael und dem Twofish in der Runde der letzten drei landete. Serpent ist eine
Blockchiffre mit einer Blockgröße von 128 Bit und Schlüssellängen von bis zu 256 Bit. Da er
ähnlich wie der Towfish mit 32 Runden operiert, ist er im Vergleich zu anderen Algorithmen etwas langsam.
Beim Secure Hash Algorithm (SHA) handelt es sich um einen von der NIST zusammen
mit der NSA (National Security Agency) entwickelten Hash-Algorithmus, der Hashwerte mit einer Länge von 160 Bit erzeugt. Ein
nicht weiter beschriebener Design-Fehler im 1993 veröffentlichen SHA-0 wurde im 1995 veröffentlichten SHA-1 korrigiert.
Sie unterscheiden sich vorallem in der Anzahl der zu durchlaufenden Runden zur Erzeugung des Hashwertes. Der Secure Hash Algorithm
kann Daten mit einer Länge von bis zu 264 Bit verarbeiten. Im August 2002 veröffentlichte
die NIST die Algorithmen SHA-256, SHA-384 und SHA-512. Die Zahl gibt jeweils die Länge des erzeugten Hashwertes an. SHA-384 und
SHA-512 bieten zusätzlich den Vorteil, dass sie Daten mit einer Länge von bis zu 2128 Bit
verarbeiten können. Im Februar 2004 wurde mit SHA-224 eine weitere Version veröffentlicht. Im Februar 2005 wurde von chinesischen
Kryptologen eine Methode gefunden, um den Aufwand zur Kollisionsberechnung bei den Algorithmen SHA-0 und SHA-1 von 280
auf 269 zu reduzieren. Es bleibt allerdings abzuwarten, ob man damit den heute sehr verbreiteten
SHA-1 als gebrochen ansehen kann.
Die Skytale ist ein schon seit der Antike bekanntes Verschlüsselungsverfahren, bei dem ein Pergament- oder Lederstreifen
um einen Holzstab mit einem bestimmten Durchmesser (Skytale) gewickelt wird. Anschließend wird die zu verschlüssende Nachricht längs
auf den Stab geschrieben und das Pergament bzw. Leder wieder abgewickelt. Nun kann niemand mehr die Nachricht lesen, da die Buchstaben nun in einer
scheinbar zufälligen Anordnung darauf stehen. Die Skytale gehört damit zu den so genannten Transpositionschiffren.
Der Empfänger benötigt ebenfalls einen Holzstab mit exakt dem gleichen Durchmesser, um die Nachricht wieder lesbar zu machen, indem er
das empfangene Band darum wickelt.
Eine Smartcard ist ein Mikrocontroller, der neben einer CPU, RAM, persistentem Speicher (EEPROM, Flash o. Ä) und I⁄O-Bausteinen
meistens auch kryptografische Coprozessoren enthält, die zur schnellen Berechnung kryptografischer Algorithmen (DES,
ECC, RSA) dienen. Diese Mikrocontroller werden z.B. in Kreditkarten eingebaut, um damit
elektronische Bezahlungsvorgänge sicher zu implementieren. Auch eine elektronische Geldbörse kann mit Hilfe eines solches Mikrocontrollers
realisiert werden (z. B. EC-Karte). Für Transportsysteme oder zum Sammeln von Treuepunkte (Loyalty-Points) können Smartcards ebenfalls
eingesetzt werden. In Zukunft werden wahrscheinlich auch elektronische Ausweise mit Hilfe von Smartcards realisiert werden. Moderne Smartcards
setzen daher meist Betriebssysteme ein, die es ermöglichen, mehrere verschiedene Anwendungen auf der gleichen Karte ablaufen zu lassen (z. B.
Multi-Function-Cards (MFC) oder Javacards).
Das Secure Socket Layer Protokoll ist ein Protokoll zur sicheren Datenübertragung, bei welcher die Daten verschlüsselt übertragen
werden. Es wurde in der ersten Version im Jahr 1994 von Netscape Communications veröffentlicht. Mit der nächsten Version des Netscape Navigators wurde
die Version SSL 2.0 eingeführt, die auch heute noch von vielen Browsern unterstützt wird. Als Microsoft mit ihrem Internet Explorer das Private Communication
Technology (PCT) Protokoll vorstellte, welches einige Vorteile gegenüber SSL V2 hatte, wurde bald darauf SSL V3 vorgestellt, welches viele der Vorteile von PCT
enthielt. Im Januar 1999 wurde das SSL Protokoll von der Internet Enigeering Task Force (IETF) zum Standard für gesicherte Übertragungen ernannt und in
Transport Layer Security (TLS) Protokoll umbenannt. Die Unterschiede von TLS V1.0 zu SSL V3.0 sind jedoch minimal, TLS meldet sich
beim so genannten Handshake zwischen Server und Client, der jeder Datenübertragung vorangeht und bei welchem auch Zertifikate
zur Authentisierung ausgetauscht werden, als SSL V3.1. Dieser Handshake ist notwendig, damit der Client weiß, ob er dem Server vertrauen kann, und ggf. auch, ob
der Server dem Client den Zugriff erlauben darf oder nicht, wenn auch der Client durch ein Zertifikat seine Identität nachweisen muss (Client Authentication).
Außerdem wird während dieses Handshakes mit Hilfe eines asymmetrischen Verschlüsselungsverfahrens der Schlüssel
für die anschließende symmetrische Verschlüsselung der Daten ausgehandelt.
Ein Stromchiffre ist ein symmetrisches Verschlüsselungsverfahren, bei dem die Daten Bit für Bit bzw.
Zeichen für Zeichen verarbeitet werden, im Gegensatz zu den sogenannten Blockchiffren, bei welchem immer gleich ganze
Datenblöcke verarbeitet werden müssen. Zum Ver- bzw. Entschlüsseln muss hierzu zunächst aus dem geheimen Schlüssel ein so genannter Schlüsselstrom
erzeugt werden, der in der Regel eine Folge von Pseudozufallszahlen ist. Dieser Schlüsselstrom wird dann mit dem zu ver- oder entschlüsselnden Text durch
eine einfache Operation verknüpft, in der Regel eine einfache XOR-Funktion. Stromchiffren arbeiten daher sehr schnell. Bekannte Beispiele für Stromchiffren
sind der RC4-Algorithmus oder das One-Time-Pad.
Bei Substitutions- oder Ersetzungschiffren wird zur Verschlüsselung jedes Zeichen durch ein anderes Zeichen ersetzt. Hierbei
werden monoalphabetische Substitutionschiffren, bei welchen ein bestimmtes Zeichen im Klartext immer durch das
gleiche Zeichen im Geheimtext ersetzt wird, und polyalphabetischen Substitutionschiffren, bei denen das gleiche
Zeichen im Klartext durch verschiedene Zeichen im Geheimtext ersetzt werden kann. Ein Beispiel für eine monoalphabetische Substitutionschiffre
ist der Caesar-Chiffre, ein Beispiel für eine polyalphabetische Substitutionschiffre ist der
Vigenére-Chiffre.
Bei symmetrischen Verschlüsselungsverfahren wird ein und derselbe Schlüssel sowohl zum Verschlüsseln des Klartextes,
als auch zum Entschlüsseln des Geheimtextes verwendet. Zum Entschlüsseln muss daher meist die sogenannte
Umkehrfunktion zur Verschlüsselungsfunktion verwendet werden. Die bekanntesten Beispiele für symmetrische Verschlüsselungsverfahren sind
DES und AES.
Die vom IETF zum Standard ernannte Version 3.1 des SSL-Protokolls wird als Transport Layer Security (TLS) Protokoll
bezeichnet. Es enthält nur sehr geringe Änderungen gegenüber der Vergängerversion 3.0, unter anderem werden von TLS neue Crypto-Algorithmen
(z. B. AES) unterstützt. Beim Handshake wird TLS V1.0 als SSL V3.1 gemeldet.
Bei einer Transpositionschiffre behalten im Gegensatz zu den Substitutionschiffren alle
Buchstaben und Zeichen ihre ursprüngliche Bedeutung, allerdings wird ihre Reihenfolge innerhalb der Nachricht so verändert, dass sie
nicht mehr lesbar ist. Eine schon seit der Antike bekannte Transpositionschiffre ist die Skytale.
Twofish wurde als Nachfolger des Blowfish-Algorithmus vorgestellt und ebenfalls von Bruce Schneier mitentwickelt.
Es handelt sich hierbei um einen symmetrischen Verschlüsselungsalgorithmus mit Schlüssellängen von 128, 192 und
256 Bit. Als Blockchiffre hat er eine Blockgröße von 128 Bit und arbeitet mit 32 Runden. Twofish nahm auch an der
Bewerbung zum Advanced Encryption Standard teil und erreichte zusammen mit Serpent und
Rijndael die Runde der letzten drei.
Vernam-Verschlüsselung
Vernam-Verschlüsselung oder Vernam-Code ist eine andere Bezeichnung für das One-Time-Pad,
bei welchem der Schlüssel genauso lang ist wie der zu verschlüsselnde Klartext.
Die Vigenére-Chiffre ist eine sogenannte polyalphabetischer Substitutionschiffre, bei
der der gleiche Buchstabe im Klartext immer wieder durch einen anderen Buchstaben im Geheimtext
ersetzt werden kann. Mit welchem Buchstabe ein bestimmter Buchstabe ersetzt wird, wird durch den Schlüssel festgelegt. Der Schlüssel bei der Vigenére-Chiffre
ist ein Schlüsselwort, das solange wiederholt über Klartext geschrieben wird, bis dessen Ende erreicht ist. Derjenige Buchstabe, der nun über einem
bestimmten Klartextbuchstaben steht, bestimmt durch seine Position im Alphabet, um wie viele Stellen dieser Buchstabe im Alphabet verschoben werden muss, um zum
Geheimtextbuchstaben zu kommen. Hierzu kann auch das sogenannte Vigenére-Quadrat verwendet werden, in dem der gesuchte Geheimtextbuchstabe in der Zeile unter
dem Klartextbuchstaben steht, die mit dem Schlüsselbuchstaben beginnt. (Für eine genaue Beschreibung des Vigenére-Chiffre siehe auch meine Facharbeit,
Kapitel "Der Vigenére-Chiffre als Beispiel für einen polyalphabetischen Chiffrieralgorithmus".)
Ein Zertifikat ist eine Art elektronischer Ausweis, mit der der Inhaber des Zertifikates seine Identität
nachweist. Solche Zertifikate können bei so genannten Zertifizierungsstellen (Certificate Authorities)
beantragt werden. Die Zertifizierungsstelle überprüft zunächst die Identität des Antragsstellers, bevor sie das
Zertifikat ausstellt und mit ihrer eigenen digitalen Signatur unterschreibt. Wenn ein Zertifikatsinhaber
ein Zertifikat mit der Unterschrift einer Zertifizierungsstelle vorlegen kann, die als vertrauenswürdig eingestuft wurde, so kann
auch dem Zertifikatsinhaber vertraut werden. Zertifikate werden beispielsweise beim SSL-Protokoll eingesetzt,
um die Identität des Servers, mit dem der Benutzer sich verbindet, nachzuweisen. Außerdem enthält ein Zertifikat auch
den öffentlichen Schlüssel des Zertifikatinhabers, der dann genutzt werden kann, um sowohl die digitale Signatur des
Zertifikatinhabers zu verfizieren, als auch um einen symmetrischen Schlüssel für die SSL-Verbindung auszuhandeln. Elektronische
Zertifikate werden meistens nur für einen bestimmten Zeitraum ausgestellt, d. h. sie sind nur in einem bestimmten Zeitraum gültig.
Liegt das aktuelle Datum des Rechners, mit dem ein Zertifikat empfangen wird, nicht in diesem Gültigkeitszeitraum, so erhält der
Benutzer eine Warnmeldung.
Meinen besonderen Dank möchte ich hier den Autoren des Wikipedia-Lexikons
und den Verantwortlichen für das DVD-Image aussprechen, da dieses Glossar mit Hilfe der Wikipedia-DVD (Download-Version 1/2005)
erstellt wurde.
Für die Erklärung einiger Begriffe wurde auch das Buch "Kryptologie in Theorie und Praxis" von
Albrecht Beutelspacher, Heike B. Neumann und Thomas Schwarzpaul (1. Auflage Januar 2005, Vieweg Verlag, Wiesbaden) zu Rate gezogen.
In manchen Fällen wurde ebenfalls das "Handbook of Applied Cryptography" von Alfred J. Menezes,
Paul C. von Oorschot und Scott A. Vanstone (frei downloadable Version unter http://www.cacr.math.uwaterloo.ca/hac/)
verwendet.
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