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Schlüssel 1: |
ELFELFELFELFELFELFELF |
Schlüssel 2: |
HUNDERTHUNDERTHUNDERT |
Endgültiger Schlüssel: |
LFSHPWXSZROJVEMYYIICY |
(Wenn ich von den beiden ‘Y’s und ‘I’s am
Ende absehe), besteht mein endgültiger Schlüssel nun aus
einer ziemlich wirren, scheinbar zufällig zustande gekommenen
Buchstabenfolge, die kaum statistisch erfaßbare Daten enthält.
Doch kann ich mit ihm auch nur bis zu 21 Buchstaben lange Klartexte
verschlüsseln, wenn mein Chiffre sicher sein soll.
Als längste Schlüssel kämen zwei Buchstabenfolgen
in Frage, von denen die eine aus 26 verschiedenen Buchstaben bestehen
kann, denn es gibt ja bekanntlich nur 26 verschiedene Buchstaben,
die andere jedoch nur aus 25, denn die Zahlen 25 und 26 sind teilerfremd
(
),
so daß ihr kleinster gemeinsamer Vielfache die Zahl
ist. Ich könnte also mit
einem solchen Schlüssel Klartexte mit bis zu 650 Buchstaben
verschlüsseln. Das Problem ist nur, daß es wohl kaum
Wörter geben wird, die aus 26 bzw. 25 verschiedenen Buchstaben
bestehen. Doch auch hierfür kann ich eine ziemlich einfache
Lösung anbieten. Für ein "Wort" mit 26 verschiedenen
Buchstaben muß ich wohl das ganze Alphabet verwenden und die
Buchstaben des Alphabets kann ich ja durch Verschieben und Multiplizieren
mit einer der 12 Faktoren in 312 verschiedenen Reihenfolgen anordnen.
Für die zweite Buchstabenfolge gehe ich genauso vor, nur lasse
ich einen beliebigen Buchstaben einfach weg, damit die Buchstabenfolge
nur 25 Buchstaben lang wird. Die Anzahl der Schlüssel steigt
somit auf
* Hier gibt es eigentlich
nur noch 25 Verschiebungsmöglichkeiten, da ja am Ende nur mehr
25 Buchstaben übrig bleiben.
Möglichkeiten. Das sind wohl doch eine ganze Menge, die
ein Computer zwar schnell durchprobiert hätte, doch muß
ein menschlicher Benutzer jedesmal noch überprüfen, ob
es sich bei dem entschlüsselten Text wirklich um den Klartext
handelt und das kann bei einer solchen doch schon als groß
zu bezeichnenden Menge mühsam werden und kostet auch Zeit.
Aber der Vorteil dieser Methode liegt nun darin, daß
ich dem Empfänger meiner geheimen Botschaft nicht den endgültigen,
langen und ziemlich verwirrenden Schlüssel mitteilen muß,
sondern es reicht aus, wenn ich ihm die beiden anderen, kürzeren
Schlüssel übergebe, wobei es sogar egal ist, welchen der
beiden er zum Verschlüsseln des anderen benutzt, da ja in jedem
Fall die gleichen Buchstaben übereinander stehen, d. h. es
werden die gleichen Zahlen addiert.
Aber natürlich
ist auch eine Buchstabenfolge aus 25 bzw. 26 Buchstaben ziemlich
verwirrend, vor allem, wenn sie in keiner bestimmten Reihenfolge
stehen. Doch wie bereits weiter oben erwähnt läßt
sich ein solches verschobenes und mit einem der Faktoren multipliziertes
Alphabet nur durch zwei Zahlen angeben, wobei die erste für
die Verschiebung, die zweite für den Faktor steht. Bei der
zweiten Folge muß ich dann noch den Buchstaben bzw. die Nummer
des Buchstabens angeben, der wegfallen soll, denn die Folge soll
ja nur aus 25 Buchstaben bestehen. Doch eins muß beim Herstellen
der beiden Schlüssel beachtet werden: Ich sollte zuerst das
Alphabet verschieben und mit dem Faktor multiplizieren, bevor ich
den Buchstaben wegfallen lasse, denn lasse ich zuerst den Buchstaben
wegfallen, so stimmen nachher die oben genannten zwölf Faktoren
nicht mehr - unser neues Alphabet hätte nämlich nur noch
25 Buchstaben. (Es sei denn, die einzelnen Buchstaben behielten
ihre ursprüngliche Nummer bei, dann würde auch bei dem
entsprechenden Geheimalphabet nur der weggelassene Buchstaben fehlen).
Eine andere Möglichkeit, die diese Verfahrensweise zuließe,
wäre natürlich so ausgelegt, daß ich nicht mehr
mit den Faktoren, die für 26 Buchstaben ihre Gültigkeit
haben, arbeiten würde, sondern mit Faktoren, die für 25
Buchstaben nutzbar sind, die da wären: 1, 2, 3, 4, 6, 7, 8,
9, 11, 12, 13, 14, 16, 17, 18, 19, 21, 22, 23, 24. (25 und alle
diese Zahlen sind nämlich teilerfremd). So erhalte ich für
die zweite Buchstabenfolge sogar noch eine paar Möglichkeiten
mehr (es sind ja schließlich auch mehr Faktoren, nämlich
genau 20 verschiede, möglich), so daß die Anzahl der
Buchstabenfolgen, die aus nur 25 Buchstaben bestünden, auf
![]()
Möglichkeiten wachsen würde. (Zur Erklärung:
Die 26 steht für 26 Möglichkeiten, einen Buchstaben wegfallen
zu lassen, die 25 für die nun noch 25 verschiedenen Verschiebungen
und die 20 aufgrund der 20 möglichen Faktoren.) Allerdings
muß hier, nachdem ein Buchstabe entfallen ist, das neue Alphabet
noch einmal durchnumeriert werden.
Diese Zahl muß
jetzt noch mit den 312 Möglichkeiten, die ich für die
andere Buchstabenfolge habe, multipliziert werden, und ich erhalte
![]()
Möglichkeiten, wie wir sehen, sind das über eine
Million mehr Möglichkeiten als vorhin.
Aber auch
diese vielen Möglichkeiten lassen sich wiederum mit nur fünf
Zahlen exakt beschreiben. Es genügt also, dem Empfänger
fünf Zahlen zu nennen: Zunächst zwei zur Verschiebung
und Multiplikation der Buchstabenfolge aus 26 Buchstaben, dann eine,
die beschreibt, welchen Buchstaben ich im zweiten Alphabet weglassen
möchte und schließlich noch die letzten beiden, die beschreiben,
wie dieses Alphabet aus jetzt nur noch 25 Buchstaben verschoben
und mit welchem Faktor es multipliziert wird.